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Wo Performance auf Strategie trifft

Wie Robyn Stewart die nächste Generation von Athletic Facilities neu definiert
By Laura Cohen Februar 03, 2026
Im Hochschul- und Profisport zeichnet sich ein neues Modell ab. Eines, in dem integrierte Performance-Strukturen, intelligente Facility-Planung und systematische Athletenentwicklung jede Designentscheidung bestimmen.

Robyn Stewart gehört zu den Persönlichkeiten, die diesen Wandel maßgeblich mitgestalten.


Neue Anforderungen an Performance-Umgebungen

In College-, Profi- und Elite-Nachwuchsprogrammen waren die Erwartungen an Performance-Teams noch nie so hoch wie heute. Facilities sind längst keine reinen „Krafträume“ oder „Trainingsflächen“ mehr. Sie sind strategische Assets.

Sie beeinflussen das Recruiting, die Verfügbarkeit und Belastbarkeit von Athleten, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit eines Programms – und nicht zuletzt dessen Reputation.

Kaum jemand versteht diese Entwicklung – und die operative Realität dahinter – so gut wie Robyn Stewart. Sie gilt als eine der anerkanntesten Stimmen im Bereich Performance-Facility-Strategie und als vertrauenswürdige Beraterin für Programme, die Performance ganzheitlich denken.

Ihre Arbeit verbindet Disziplinen, bringt Stakeholder an einen Tisch und unterstützt Organisationen dabei, Räume zu entwickeln, die messbar bessere Ergebnisse für Athleten und Staff ermöglichen.

Erfahrung, die Strategie formt 

Stewarts Perspektive basiert auf jahrzehntelanger Praxiserfahrung. Sie blickt auf mehr als 20 Jahre Coaching im College-Bereich zurück, darunter 23 Jahre als Basketballtrainerin im Frauenbereich. Zusätzlich war sie über 16 Jahre bei Life Fitness und Hammer Strength tätig und verantwortete dort zahlreiche Projekte im Bereich Facility-Layout, Design und funktionale Planung.

Sie verfügt über einen Masterabschluss im Bereich Education mit Schwerpunkt Sportwissenschaft von der University of Idaho und ist als Certified Strength & Conditioning Specialist (CSCS) durch die NSCA zertifiziert.

Ihr Leitgedanke: „Facilities sollten nicht nur Equipment beherbergen. Sie sollten die Entwicklung von Athleten beschleunigen, Abläufe vereinfachen und die Identität eines Programms stärken.“

Im Gespräch analysiert Stewart die zentralen Veränderungen, die Performance-Umgebungen aktuell prägen und die strategischen Entscheidungen, die Betreiber jetzt priorisieren sollten.

Vom Raum zum Performance-Ökosystem

Für Stewart ist klar: Erfolgreiche Programme bauen heute keine isolierten Abteilungen mehr, sondern integrierte Performance-Ökosysteme. Sportwissenschaft, Athletiktraining, Strength und Conditioning, Ernährung und Regeneration arbeiten nicht nebeneinander, sondern als eng verzahnte Säulen eines Systems.

Ziel ist es, die Verfügbarkeit, Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit von Athleten ganzheitlich zu steuern.

„Die besten Programme agieren als integrierte Performance-Einheiten. Wenn Abteilungen aufeinander abgestimmt sind, bleiben Athleten gesünder, Saisons verlaufen konstanter und Programme werden wettbewerbsfähiger.“

Interessanterweise bedeutet diese Entwicklung nicht zwangsläufig größere Flächen. Entscheidend ist vielmehr, wie der vorhandene Raum genutzt wird.

Gefragt sind flexible Umgebungen, die unterschiedliche Trainingsmethoden, Bewegungsmuster und saisonale Anforderungen verschiedener Teams abbilden können.

Besonders Sportwissenschaft ist heute ein integraler Bestandteil moderner Performance-Zentren – oft direkt in den Strength-&-Conditioning-Bereich integriert. So entstehen kürzere Entscheidungswege, bessere Datentransparenz und eine engere Verbindung zwischen Trainingsplanung und realer Belastungsreaktion.

Die entscheidende Frage lautet nicht mehr:
„Welche Geräte sollen wir kaufen?“

Sondern:
„Wie bauen wir ein System, das die Leistungsentwicklung unserer Athleten Jahr für Jahr verbessert?“

Facility Design als Wettbewerbsvorteil

Früher stand bei der Flächenplanung vor allem die effiziente Platzierung von Equipment im Fokus.

Heute geht es um strategische Fragen:
  • Welche Workflows erhöhen die Effizienz der Mitarbeitenden?
  • Wie lassen sich Räume flexibel für unterschiedliche Teams und Trainingsphilosophien nutzen?
  • Wo wird Technologie integriert, damit Monitoring und Kommunikation reibungslos funktionieren?
  • Wie unterstützt die Umgebung Regeneration und langfristige Belastbarkeit?
Stewart fordert Verantwortliche auf, über Geräte hinauszudenken und die operative Realität zu berücksichtigen:

„Eine gut geplante Anlage erhöht nicht die Komplexität – sie reduziert sie. Sie verbessert die Kommunikation, beschleunigt Entscheidungen und gibt Coaches sowie medizinischem Personal die Transparenz, die sie für lange Saisons benötigen.“

Das Ergebnis ist eine Facility, die genauso leistungsfähig ist wie die Athleten, die in ihr trainieren.

Zusammenarbeit als Fundament leistungsstarker Konzepte

Ein zentrales Element in Stewarts Arbeitsweise ist konsequente Zusammenarbeit.

Ob im College-, Profi- oder Performance-Umfeld: Sie arbeitet eng mit Strength Coaches, Athletic Trainern und Performance Directors zusammen. Jede Designentscheidung basiert auf den realen Anforderungen der Trainingsfläche.

Der Ausgangspunkt ist dabei immer die Bewegung.
  • Welche Bewegungsmuster sollen entwickelt werden?
  • Welche Leistungsparameter stehen im Fokus?
  • Welche Anforderungen stellt die jeweilige Sportart?
„Indem ich direkt mit Coaches zusammenarbeite und verstehe, welche Bewegungen sie entwickeln wollen, kann ich gezielt Equipment-Lösungen empfehlen. Equipment muss der Bewegung dienen – nicht umgekehrt.“

Ihre doppelte Expertise – im Performance-Bereich und im Produktverständnis von Life Fitness / Hammer Strength – ermöglicht es ihr, Trainingsintention präzise mit passenden Lösungen zu verbinden.

Weltklasse-Facilities entstehen nicht isoliert. „Sie entstehen durch Beziehungen, gemeinsame Ziele und eine klare Vision davon, was Athleten wirklich brauchen.“

Stewart versteht sich als Übersetzerin zwischen Coaching-Intention und Raumkonzept, zwischen operativen Anforderungen und funktionalem Design. Wenn Coaches aktiv in die Gestaltung eingebunden sind, entsteht eine Umgebung, die sowohl das Team als auch die Athleten auf ein neues Leistungsniveau hebt.

Performance-Umgebungen in der Praxis

Stewarts Philosophie zeigt sich in konkreten Projekten im College-, Profi- und Emerging-Sports-Bereich, darunter:
  • Unrivaled Basketball
  • Chicago Sky Performance Facility
  • Seattle Storm
  • Oregon State Athletics
  • Boise State Athletics
  • Portland Thorns / Portland Fire Performance Center
Jedes Projekt ist individuell. Kein Konzept gleicht dem anderen.

Doch die Grundlage ist stets dieselbe: Menschen verstehen, Bewegung priorisieren, die Sportart respektieren und einen Raum schaffen, der mit der Mannschaft performt.

Athletenentwicklung und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit

Der Wert einer Trainingsanlage bemisst sich nicht an Quadratmetern, sondern an Ergebnissen.

Stewart richtet den Fokus auf die Kennzahlen, die für Athletic Departments wirklich zählen:
  • Entwicklungsverläufe von Athleten
  • Verfügbarkeit und Einsatzfähigkeit über ganze Saisons
  • Reduzierte Rückschläge und höhere langfristige Belastbarkeit
  • Leistungssteigerung von Jahr zu Jahr
  • Attraktivität im Recruiting
  • Konstanz über Wettbewerbszyklen hinweg
„Wenn deine Anlage die Verfügbarkeit erhöht, Performance verbessert, Kommunikation stärkt und Recruiting unterstützt, dann erzielst du echten Return on Investment.“

Diese Perspektive gewinnt nicht nur bei Top-Programmen an Bedeutung, sondern ebenso bei mittelgroßen Universitäten, kleineren Colleges und wachsenden Profi-Organisationen. Wettbewerbsdruck existiert auf jedem Niveau – und der Bedarf an intelligenten, anpassungsfähigen Performance-Umgebungen steigt kontinuierlich.

Die Zukunft: Adaptiv, datenbasiert, athletenzentriert

Stewart sieht die nächste Generation von Facilities als dynamische Systeme:
  • Räume, die zwischen Training, Analyse und Regeneration flexibel wechseln
  • Integrierte Technologie für datenbasierte Entscheidungen in Echtzeit
  • Design, das Identität und Kultur eines Programms widerspiegelt
  • Prozesse, die Reibungsverluste im Mitarbeiterstab reduzieren
  • Konzepte, die sich weiterentwickeln – statt zu veralten
„Die nächste Generation von Trainingsanlagen wird nicht statisch sein. Sie wird sich mit dem Programm, mit der Wissenschaft und mit den Athleten weiterentwickeln. Anpassungsfähigkeit wird zu einem der wertvollsten Designmerkmale.“

Warum Robyn Stewarts Perspektive relevant ist

Stewarts Einfluss basiert auf ihrer Fähigkeit, operative Realität in strategische Klarheit zu übersetzen.

Mit jahrzehntelanger Coaching-Erfahrung, sportwissenschaftlicher Expertise und umfassender Praxis im Facility-Design verbindet sie die Anforderungen von heute mit den Investitionsentscheidungen von morgen.

Sie plant nicht nur Trainingsräume. Sie gestaltet Performance-Umgebungen, die die Zukunft des Sports definieren.

Wenn du deine Facility als Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, Athletenentwicklung und nachhaltigen Erfolg begreifst, liefert ihr Ansatz einen klaren strategischen Rahmen.

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