Ein strategischer Leitfaden für die HFA 2026
Wenn sich die Fitnessbranche zur HFA 2026 trifft, geht es um weit mehr als nur eine Messe. Es ist der Moment im Jahr, in dem sich entscheidet, wer Trends nur beobachtet und wer sie strategisch für das eigene Unternehmen nutzt.
Seit über 20 Jahren nehme ich an der HFA (früher IHRSA) teil. Als Studioinhaber, Unternehmer und Vorsitzender des HFA Board of Directors habe ich gelernt: Der wahre Wert der Veranstaltung liegt nicht im Konsumieren von Eindrücken, sondern im bewussten Nutzen der Impulse.
Hier sind die fünf Schwerpunkte, mit denen ich jedes Jahr zur HFA reise – und die auch dir helfen können, das Maximum für dein Unternehmen herauszuholen.
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Wenige Wochen trennen uns vom internationalen Treffpunkt für Fitnessunternehmer, Clubbetreiber und Branchenpartner: der Health and Fitness Association Show in San Diego.
Keynotes, Fachvorträge zu Leadership, Vertrieb, Technologie, Member Experience und Profitabilität – plus eine Messefläche, die Innovation nicht nur zeigt, sondern greifbar macht. Hier siehst du, was aktuell funktioniert und was als Nächstes kommt.
Für mich wird es die 22. HFA.
Warum ich jedes Jahr teilnehme? Aus zwei klaren Gründen:
1) Lernen ist kein Luxus, sondern ein Wettbewerbsvorteil:
Ich gehe zur HFA, um zu lernen. Nicht oberflächlich, sondern mit klarer unternehmerischer Absicht.
Ich will bessere Entscheidungen treffen.
Ich will meinen Führungsstil weiterentwickeln.
Ich will mein Unternehmen profitabler und zukunftssicherer machen.
Interessanterweise entsteht Leidenschaft nicht automatisch aus Begeisterung, sondern häufig aus Erkenntnis. Je mehr du verstehst, desto stärker wächst deine Motivation.
Wenn du dich bewusst mit neuen Geschäftsmodellen, Pricing-Strategien, Digitalisierung oder Mitgliederbindung auseinandersetzt, verändert das deinen Blick auf dein eigenes Unternehmen.
2) Beziehungen sind Kapital
Der zweite Grund ist mindestens genauso wichtig: Beziehungen. Auf keiner anderen Veranstaltung triffst du so viele Betreiber, Entscheider und Branchenpartner an einem Ort.
Ich plane jedes Jahr feste Treffen mit engen Kollegen aus verschiedenen Märkten. Wir sprechen offen über Herausforderungen: steigende Kosten, Personalbindung, Positionierung im Premium- oder Discountsegment, Digitalisierung, Flächeneffizienz.
Diese Gespräche sind ehrlich, direkt und strategisch wertvoll. Oft entstehen daraus konkrete Ideen, Kooperationen oder neue Denkansätze.
Gerade für Betreiber im DACH-Raum kann der internationale Blick extrem wertvoll sein. Viele Entwicklungen in den USA zeigen frühzeitig, wohin sich Märkte bewegen.
Über die Jahre haben sich daraus fünf klare Fokuspunkte entwickelt:
1. Verstehe den Trend und entscheide bewusst, wie du dich differenzierst
Viele besuchen Konferenzen, um Trends zu kopieren. Ich nutze sie, um zu verstehen und dann bewusst anders zu positionieren.
Beobachte genau:
- Welche Konzepte skalieren?
- Wo entstehen neue Erlösmodelle?
- Wie verändern sich die Erwartungen von Mitgliedern?
Und dann stelle dir die strategische Frage:
Wie kannst du dich klar unterscheiden?
Differenzierung ist die Grundlage nachhaltiger Profitabilität. Die HFA liefert dir die Markttransparenz, die du dafür brauchst.
2. Nutze Bildungssessions als strategisches Investment
Sessions und Keynotes sind keine Programmpunkte – sie sind der Input für deine nächste unternehmerische Entscheidung.
Ich verlasse keine Session ohne konkrete Notizen:
- Welche Idee lässt sich sofort umsetzen?
- Welche Kennzahl sollte ich neu betrachten?
- Welche Prozesse muss ich überdenken?
Gerade in Zeiten steigender Kosten und wachsender Wettbewerbsdichte ist Weiterbildung kein „Nice-to-have“, sondern strategisch notwendig.
3. Suche die tiefen Gespräche, nicht nur Small Talk
Plane bewusst Zeit für echte Gespräche ein. Nicht nur Networking im Vorbeigehen, sondern gezielten Austausch:
- Wie entwickeln sich Personalkosten?
- Welche Preisstrategie funktioniert wirklich?
- Wie stark ist die Boutique-Konkurrenz im jeweiligen Markt?
- Welche Rolle spielt KI im Cluballtag?
Die ehrlichsten Gespräche finden oft beim Abendessen oder früh morgens statt. Genau dort entstehen Perspektivwechsel.
4. Teste Equipment wie ein Unternehmer, nicht wie ein Besucher
Die Early-Morning-Workouts am letzten Messetag sind für mich ein Highlight.
Wenn du neue Geräte evaluierst, dann tue es konsequent:
- Trainiere intensiv.
- Teste Bewegungsgefühl, Ergonomie, Belastbarkeit.
- Denke dabei an deine Zielgruppe.
Frage dich nicht nur: „Gefällt mir das?“
Sondern: „Passt das strategisch zu meinem Positionierungsversprechen?“
Investitionsentscheidungen auf der Fläche haben direkte Auswirkungen auf ROI, Mitgliederbindung und Markenwahrnehmung.
5. Reflektiere mit deinem Team und denke größer
Die wertvollsten Momente entstehen oft zwischen den Programmpunkten. Setzt euch zusammen. Mit Notizbuch und ohne Ablenkung.
Diskutiert:
- Welche drei Dinge setzen wir konkret um?
- Was lassen wir bewusst sein?
- Wo müssen wir ambitionierter denken?
Diese strukturierte Reflexion stellt sicher, dass aus Inspiration echte Umsetzung wird.
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Nach 22 Jahren weiß ich: Die HFA ist keine Pflichtveranstaltung. Sie ist eine strategische Chance.
Wenn du sie bewusst nutzt, verlässt du San Diego nicht nur mit neuen Eindrücken, sondern mit Klarheit, Energie und konkreten Maßnahmen für dein Unternehmen.
Egal, ob du zum ersten Mal dabei bist oder bereits seit Jahren teilnimmst: Entscheidend ist nicht, wie oft du da warst, sondern wie bewusst du die Zeit nutzt.
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