Fitness neu gedacht: Intelligente und inklusive Lösungen für nachhaltigen Erfolg im großen Maßstab
Die Betreiber von Fitnessstudios stehen mehr denn je unter Druck, innovativ zu sein, ohne sich zu überfordern. Das heutige Fitnesserlebnis wird nicht auschließlich von den Geräten geprägt, sondern auch davon, wie diese Menschen, Räume und Ergebnisse miteinander in Verbindung bringt. In diesem exklusiven Gespräch erklärt Dan Wille, Chief Product Officer bei Life Fitness / Hammer Strength, wie unser Unternehmen seine bewährte Zuverlässigkeit mit den Anforderungen eines digitalen Fitness-Ökosystems verbindet, das für alle Altersgruppen und unterschiedlichste Trainingsumgebungen entwickelt wird. Von prädiktiver KI bis hin zu einem Produktdesign, das die Nutzer dort abholt, wo sie sich tatsächlich befinden: Dan gibt Einblicke in die Zukunft der Fitnessbranche und zeigt, welche Entwicklungen Betreiber jetzt im Blick behalten sollten.
Fitness im digitalen Zeitalter
F: Wie beeinflussen aufstrebende Technologien wie KI die Produktentwicklungsstrategie von LF/HS?
Dan Wille: KI hilft uns dabei, unsere Zeitpläne auf eine Weise zu beschleunigen, die bisher undenkbar war. Was früher monatelange Produkttests in Anspruch nahm, kann jetzt in wenigen Wochen erfolgen. Aber es geht nicht ausschließlich um Geschwindigkeit, sondern auch um Präzision. Wir können jetzt Szenarien früher simulieren und Probleme schneller erkennen, was unsere Qualitätsstandards erhöht.Mit Blick auf die Zukunft hat KI einen großen Einfluss darauf, wie Geräte im Einsatz funktionieren werden. Von personalisierten Trainingsvorschlägen bis hin zur vorausschauenden Servicediagnose – wir sprechen von intelligenteren Geräten, die Bedürfnisse erkennen, bevor sie entstehen – sowohl für Trainierende als auch für Studiobetreiber.
F: Was bedeutet "digitale Unterstützung" für die Betreiber wirklich?
Dan: Im Kern geht es bei digitaler Unterstützung darum, Produkte, Daten und Menschen so miteinander in Verbindung zu bringen, dass bessere Ergebnisse erzielt werden. Wenn jedes Gerät in deiner Einrichtung, von Cardio über Krafttraining bis hin zu Zubehör, digital vernetzt ist, kannst du Erkenntnisse gewinnen, die schließlich zu intelligenteren Entscheidungen führen. Das kann proaktive Wartungshinweise, Berichte zu Nutzungstrends oder integrierte Trainingsunterstützung für Mitglieder umfassen.Wir fügen nicht einfach nur weitere Technik hinzu. Wir bauen ein Ökosystem auf, das sowohl für die Menschen, die die Geräte nutzen, als auch für die Teams, die sie verwalten, einen echten Mehrwert schafft.
Fitness im Wandel der Zeit
F: Das Thema generationsübergreifendes Training gewinnt immer mehr an Bedeutung Wie geht Life Fitness / Hammer Strength damit um?
Dan: Fitness ist nicht mehr nur eindimensional. Wir entwerfen unsere Lösung für 18-Jährige und genauso für 80-Jährige, manchmal im selben Studio. Somit muss jede Oberfläche intuitiv, jede Einstellung einfach und jedes Erlebnis perfekt anpassbar sein.Es geht jedoch um deutlich mehr als nur um einen möglichst einfachen Zugang. Es geht darum, Nutzern auf jeder Stufe Selbstvertrauen und Eigenständigkeit zu vermitteln. Ganz gleich, ob du nach einer Verletzung wieder einsteigst, dein erstes Workout absolvierst oder auf Top-Performance trainierst: Die Geräte sollten sich deinem Leistungsniveau anpassen und dich auf deinem gesamten Fitnessweg begleiten.
F: Wie entwickeln sich Fitness-Trends aus deiner Sicht? Und woran erkennt ihr, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dass Life Fitness / Hammer Strength auf einen Trend setzt?
Dan: Es geht nicht darum, einem Trend zu folgen, sondern darum, eine Lösung bereitzustellen, die zu unserem umfassenden Beitrag für Qualität und Inklusion passt. Schauen wir uns Pilates an: Es ist ein tolles Beispiel dafür, wie sich Fitnesstrends weiterentwickeln und langfristig etablieren. Vor einem Jahrzehnt galt es noch als Nische – es fand in Studios statt, hatte einen starken Fokus auf Frauen und wurde von größeren Clubs oft übersehen. Jetzt ist es überall. Profisportler nutzen es. Auch Männer entdecken Pilates für sich. Und es wird zunehmend als Tool für Leistung und Regeneration gesehen, nicht nur als Kursformat.Wir haben uns schon vor Jahren mit Pilates beschäftigt, jedoch stimmten damals das Timing und die Produktausführung noch nicht. Jetzt bietet sich eine viel relevantere Chance – Damit es wirklich überzeugt, müsste es allerdings unseren Ansprüchen an Design, Langlebigkeit und Benutzerfreundlichkeit gerecht werden.
Das neue Fitness-Ökosystem
F: Worin liegen die größten Herausforderungen und Chancen beim Produktdesign?
Dan: Wir entwickeln unsere Lösungen nicht ausschließlich für die Personen, die trainieren. Wir müssen an drei Hauptkundengruppe denken: die trainierende Person, den Betreiber der Einrichtung und den Servicetechniker. Jede dieser Gruppen hat ihre eigenen Anforderungen und Prioritäten. Und manchmal stehen sie sogar im Widerspruch zueinander.Zum Beispiel möchte der Trainierende vielleicht jede mögliche App und Streaming-Option nutzen können, während der Betreiber denkt: „Das ist ein Konnektivitätsproblem, mit dem ich mich nicht auseinandersetzen möchte.“ Oder ein Produkt sieht von außen modern und hochwertig aus, verursacht aber einen enormen Serviceaufwand, wenn etwas repariert werden muss. Das ist dann sowohl für den Betreiber als auch für den Servicetechniker ein Problem.
Deshalb berücksichtigen wir all diese Anforderungen von Anfang an in unserem Designprozess. Wir fragen uns: Was wünschen sich die Endnutzer? Worin liegen die Herausforderungen für die Betreiber? Wie können wir die Wartung vor Ort vereinfachen? Es geht nicht ausschließlich darum, wie es aussieht oder was es kann – sondern um die Frage, ob die Lösung hält, was sie verspricht, ob sie skalierbar ist und das gesamte Ökosystem der Menschen unterstützt, die mit ihr interagieren.
F: Wie entwickelt sich das Design von Fitnessgeräten weiter, um Training auch außerhalb des klassischen Fitnessstudios zu unterstützen?
Dan: Wir sehen echtes Wachstum in neuen Bereichen wie Hotels, Gesundheitseinrichtungen, Wohnanlagen und sogar bei Unternehmen. Dort ist oft kein Personal vor Ort. Deshalb müssen Geräte mehr leisten als reine Funktionalität. Sie müssen Nutzer intuitiv unterstützen und durch das Training begleiten.Versetze dich in einen Hotelgast hinein, der um 22 Uhr den Fitnessbereich betritt. Keine Trainer, kein Personal an der Rezeption, nur die Person und die Geräte. Auch dann muss das Training intuitiv, motivierend und unkompliziert sein. Deshalb entwickeln wir unsere Geräte mit Fokus auf Klarheit, einfache Bedienung und starke Performance, auch in Umgebungen mit wenig oder gar keinem Personal vor Ort.
F: Welche globalen Trends beobachtest du aktuell, die Betreiber in den USA im Blick haben sollten?
Dan: Europa ist den USA in einigen wichtigen Bereichen voraus, im Besonderen mit der Zunahme der Gesundheits- und Wellness-Aggregatoren. Dabei handelt es sich um Plattformen, die den Verbrauchern mit einer einzigen Mitgliedschaft Zugang zu mehreren Fitnessstudios und -centern verschaffen. So entsteht ein flexiblerer und stärker personalisierterer Ansatz für die Nutzung des Fitness-Equipments.Dieses Modell hat sich in den USA noch nicht vollständig durchgesetzt, könnte es aber auch dort schaffen. Und wenn dieser Wandel kommt, werden diejenigen Betreiber im Vorteil sein, die bereit sind, sich anzupassen – mit hybriden Angeboten, On-Demand-Zugängen und vernetzten Ökosystemen.
Kernbotschaften:
Bei Innovation geht es nicht nur um das neueste Gerät. Es geht vielmehr darum, eine Lösung für echte Menschen in echten Umgebungen mit echten Herausforderungen zu gestalten. Wenn Life Fitness / Hammer Strength in die Zukunft blickt, bleibt unser Fokus klar: Wir wollen Produkte entwickeln, die intelligenter, vernetzter und inklusiver sind, damit die Betreiber Erfahrungen schaffen können, die die Menschen wirklich bewegen.